Social Media für Feuerwehren: was wohin gehört
Für eine österreichische Feuerwehr lohnt sich in der Regel ein Kanal, und das ist Facebook. Alles, was dort steht, gehört zuerst auf die eigene Seite.
Veröffentlicht am 1. August 20266 Minuten LesezeitStand: August 2026

Ein Kanal, gut gepflegt
Drei halbtote Kanäle schaden mehr als einer, der lebt. Entscheidet euch für einen und macht den ordentlich.
In Österreich ist das für die meisten Wehren Facebook. Dort sind die Ortsgruppen, dort sind die Erwachsenen aus der Gemeinde, und dort werden eure Beiträge geteilt.
Instagram lohnt sich, wenn ihr eine aktive Jugendgruppe habt, die es selbst betreut. Ohne diese Person lasst es.
Die eigene Seite kommt zuerst
Schreibt den Beitrag auf eure Website und teilt ihn dann mit einem Link.
Der Grund ist praktisch. Ein Beitrag auf eurer Seite ist in drei Jahren noch auffindbar und wird bei Google gefunden. Ein Facebook-Posting ist nach zwei Wochen aus dem Umlauf.
Dazu kommt: die Website gehört euch. Ein Netzwerk kann seine Regeln ändern, eine Seite sperren oder verschwinden.
Das ist der Grund, warum wir mit jeder Wehr zuerst die Website einrichten und erst danach über Kanäle reden. Beim Start übernehmen wir auf Wunsch bis zu zehn eurer bisherigen Beiträge, damit die Seite nicht leer online geht. Was das kostet, steht bei den Preisen.
Was wohin gehört
Die Aufteilung ist einfach, wenn man sie einmal festlegt.
- Website: Einsatzberichte, Mannschaft, Fuhrpark, Termine, Geschichte, Rechtstexte
- Facebook: Hinweis auf einen neuen Beitrag, Ankündigung einer Veranstaltung, Dank nach dem Fest
- Instagram: Bilder von Übung, Bewerb und Jugend, wenn jemand es betreut
- Gruppenchat: interne Absprachen, nichts Öffentliches
Was ihr auf keinen Kanal stellt
Erkennbare Betroffene, Kennzeichen, Hausnummern, Namen. Das gilt in jedem Netzwerk gleich.
Ein Bild, das in einer Gruppe geteilt wird, lässt sich nicht mehr einsammeln. Deshalb ist die Regel dort strenger als auf der eigenen Seite, nicht lockerer.
Der Umgang mit Kommentaren
Legt vorher fest, wer antwortet und wer nicht antwortet. Meistens ist es dieselbe Person, die auch die Beiträge schreibt.
Auf sachliche Fragen antwortet freundlich und kurz. Auf Vorwürfe zu Einsatzablauf oder Ursache antwortet ihr mit einem Satz und einem Verweis auf die zuständige Stelle.
Diskutiert nicht in den Kommentaren über einen laufenden Einsatz. Das ist die Situation, in der aus einem Missverständnis eine Geschichte wird.
Wie oft ihr posten solltet
Ein bis zwei Beiträge im Monat reichen. Mehr braucht es nicht, und weniger wird nicht mehr wahrgenommen.
Die besten Zeiten sind früher Abend und Sonntagvormittag. Das ist keine Wissenschaft, sondern die Zeit, in der Leute in eurer Gemeinde am Telefon sind.
Wichtiger als der Zeitpunkt ist die Regelmäßigkeit. Eine Seite, auf der monatelang nichts steht und dann fünf Beiträge an einem Tag, wird schlechter ausgespielt als eine mit einem Beitrag im Monat.
Was ihr messen könnt und was nicht
Die Zahl der Likes sagt wenig. Interessanter ist, wie viele Leute auf den Link zu eurer Seite geklickt haben.
Noch interessanter ist, wie viele Beiträge geteilt wurden. Ein geteilter Beitrag erreicht die Nachbargemeinde, ein Like erreicht niemanden.
Setzt euch kein Ziel für Zahlen. Für eine Feuerwehr ist der richtige Maßstab, ob beim Fest jemand sagt, er habe davon auf Facebook gelesen.
Die Zugänge
Die Seite gehört der Wehr, nicht der Person, die sie angelegt hat. Sorgt dafür, dass mindestens zwei Personen Verwaltungsrechte haben, davon eine im Kommando.
Das ist der häufigste Ärger nach einem Austritt. Eine Seite, deren einziger Verwalter nicht mehr in der Wehr ist, bekommt man nur mühsam zurück.
Der Kanal, der euch gehört
Ein Netzwerk ändert morgen seine Regeln. Eure Website tut das nicht: sie läuft auf eurer Domain, mit euren Inhalten, und ihr könnt sie mitnehmen.
So richten wir sie ein: Preise.
Mehr dazu: Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr: der Einstieg, Die Feuerwehr bei Google, Feuerwehrfest bewerben.
Häufige Fragen
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