Feuerwehrfest bewerben: online mehr Besucher erreichen
Ein Feuerwehrfest bewirbt man in vier Etappen, und die erste beginnt sechs Wochen vorher. Entscheidend sind nicht schöne Plakate, sondern fünf Angaben, die überall gleich lauten.
Veröffentlicht am 1. August 20266 Minuten LesezeitStand: August 2026

Die fünf Angaben
Schreibt sie einmal auf und verwendet sie überall wortgleich: auf der Website, auf Facebook, auf dem Plakat, im Gemeindeblatt.
Unterschiedliche Uhrzeiten auf Plakat und Facebook sind der häufigste Fehler, und er kostet Besucher.
- Datum und Wochentag, bei mehreren Tagen jeder Tag einzeln
- Beginn, und bei Frühschoppen die Uhrzeit des Ausschanks
- Ort mit Adresse, nicht nur "beim Zeughaus"
- Was es gibt: Musik mit Namen, Küche mit zwei Gerichten, Angebot für Kinder
- Wo geparkt wird
Sechs Wochen vorher: die Seite
Legt einen Termin auf eurer Website an, mit allen fünf Angaben. Das ist die Adresse, auf die alles andere verweist.
Ein eigener Beitrag ist besser als eine Zeile im Terminkalender. Er lässt sich teilen und wird gefunden.
Sagt auch, was es NICHT gibt, wenn danach oft gefragt wird. Etwa dass keine Kartenzahlung möglich ist.
Diese Seite ist in AlpenFire CMS ein Termin mit Datum, Ort und Text und erscheint damit automatisch in der Terminübersicht und auf der Startseite. Ihr legt sie einmal an und verlinkt danach überall dieselbe Adresse, statt die Angaben in jedem Netzwerk erneut zu tippen.
Drei Wochen vorher: die Runde in der Gemeinde
Meldet den Termin ans Gemeindeamt für das Gemeindeblatt und den Gemeindekalender. Das hat Vorlaufzeiten, deshalb drei Wochen.
Schickt eine kurze Meldung an die Bezirkszeitung. Fünf Sätze und ein Foto vom Fest des Vorjahres reichen.
Sagt den Nachbarwehren Bescheid. Ein Anruf beim Kommandanten bringt mehr Besucher als jedes Plakat.
Eine Woche vorher: die Netzwerke
Jetzt der Beitrag auf Facebook, mit Link auf die eigene Seite. Postet ihn in die Ortsgruppe und in die Gruppen der Nachbargemeinden, wenn das dort üblich ist.
Bittet eure Mitglieder, den Beitrag zu teilen. Fünfzehn geteilte Beiträge in einem Ort mit dreitausend Einwohnern erreichen mehr Menschen als jede Anzeige.
Ein Bild von der Vorbereitung wirkt besser als ein Plakat als Bild. Leute schauen sich Menschen an, nicht Schrift.
Der Tag davor und der Tag selbst
Am Vortag eine kurze Erinnerung mit den fünf Angaben. Nicht mehr.
Am Festtag ein Bild vom aufgebauten Zelt oder vom Ausschank, spätestens am Vormittag. Das erreicht die Leute, die noch unentschlossen sind.
Bei Regen sagt es klar an. "Das Fest findet statt, das Zelt ist gedeckt" ist der Satz, der über einen verregneten Sonntag entscheidet.
Die Nachbargemeinden
Der größte ungenutzte Hebel liegt in den Ortsgruppen der Nachbargemeinden. Dort sind Leute, die gerne kommen und von eurem Fest nichts wissen.
Fragt vorher beim Betreuer der Gruppe an, ob ein Beitrag erwünscht ist. Die meisten Gruppen erlauben Veranstaltungshinweise aus der Umgebung, wenn man fragt.
Bittet außerdem die Nachbarwehren, den Termin bei sich zu teilen. Ihr macht dasselbe für deren Fest, und nach zwei Jahren ist das eine Selbstverständlichkeit im Abschnitt.
Der Montag danach
Ein kurzer Dank mit zwei Bildern, auf der Seite und in den Netzwerken. Nennt die Musik, die Helfer und die Betriebe, die etwas beigesteuert haben.
Das ist die Werbung für das nächste Jahr. Wer sich bedankt fühlt, kommt wieder und hilft wieder.
Was sich nicht lohnt
Ein Countdown mit täglichen Beiträgen. Er ermüdet die Ortsgruppe und bringt nichts.
Ein aufwendiges Plakat, das nur als Bild gepostet wird. In der Vorschau eines Telefons ist die Schrift unlesbar. Schreibt die fünf Angaben in den Beitragstext.
Und bezahlte Werbung für das Fest. In einer Gemeinde mit dreitausend Einwohnern erreichen fünfzehn geteilte Beiträge mehr Leute als jede Anzeige, und sie kosten nichts.
Eine Adresse, auf die alles zeigt
Ein Fest bewerben heißt, überall dieselbe Adresse zu nennen. Wenn die Seite dahinter aktuell ist, erledigt sie den Rest.
Wir richten sie ein, mit Terminen, Beiträgen und Galerie: zu den Preisen.
Mehr dazu: Social Media für Feuerwehren, Die Feuerwehr bei Google, Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehr: der Einstieg.
Häufige Fragen
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